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Ismail Haniyya
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Ismail Haniyya, oft Ismail Haniyeh oder Ismail Hanijacite-ref-1[1] (arabisch Ű„ŰłÙ…Ű§Űčيل Ù‡Ù†ÙŠŰ© Isma’il Haniya, DMG IsmÄÊżÄ«l Haniyya oder Ű„ŰłÙ…Ű§Űčيل Űčۚۯ Ű§Ù„ŰłÙ„Ű§Ù… ŰŁŰ­Ù…ŰŻ Ù‡Ù†ÙŠŰ©, DMG IsmÄÊżÄ«l ÊżAbd as-Salām Aáž„mad Haniyya; * 29. Januar 1962cite-ref-2[2] im FlĂŒchtlingslager asch-Schati bei Gaza-Stadt im Gazastreifen; † 31. Juli 2024 in Teheran, Iran) war ein palĂ€stinensischer Politiker und ein FĂŒhrer der islamistischen Terrororganisation Hamas.

Er war von MĂ€rz 2006 bis Juni 2007 MinisterprĂ€sident der PalĂ€stinensischen Autonomiegebiete. Von 2017 bis zu seinem Tod war er als Nachfolger von Chalid Maschal der Leiter des PolitbĂŒros der Hamas. Am 1. August 2021 wurde er vom Schura-Rat fĂŒr weitere vier Jahre im Amt bestĂ€tigt. Er zĂ€hlte zu den fĂŒnf wichtigsten politischen FĂŒhrern der Hamas. Seit 2019 hielt er sich in der TĂŒrkei und in Katar auf.cite-ref-3[3]

Haniyya wurde wĂ€hrend eines Besuchs in Teheran anlĂ€sslich der Vereidigung des neuen iranischen PrĂ€sidenten Massud Peseschkian durch eine gezielt herbeigefĂŒhrte Explosion in einem GĂ€stehaus der iranischen Regierung getötet. Die Islamische Republik Iran und die Hamas machten Israel verantwortlich; ein halbes Jahr spĂ€ter bekannte sich Israel offiziell zu der Tötung.

Contents

‱ Leben
‱ Tod
‱ Literatur
‱ Weblinks

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Leben

Haniyyas Eltern, die ursprĂŒnglich aus Aschkelon (Stadt im Westen Israels) stammten,cite-ref-4-4-0[4] flohen wĂ€hrend des PalĂ€stinakriegs 1948 in das FlĂŒchtlingslager asch-Schati bei Gaza-Stadt, wo er aufwuchs und bis zu seiner Ausreise 2018 lebte. Haniyya besuchte eine Schule der Vereinten Nationen in Gaza und studierte bis 1987 arabische Literatur an der Islamischen UniversitĂ€t Gaza. Dort kam er in Kontakt mit radikalen UnabhĂ€ngigkeitsbewegungen. 1987 und 1988 wurde er jeweils wegen der Teilnahme an der ersten Intifada zu kĂŒrzeren Haftstrafen verurteilt. 1989 wurde Haniyya schließlich zu drei Jahren Haft verurteilt und 1992 zusammen mit anderen fĂŒhrenden Hamas-Mitgliedern wie Abd al-Aziz ar-Rantisi und Mahmud az-Zahar in den SĂŒdlibanon deportiert.

Nach seiner RĂŒckkehr 1993 wurde er zum Dekan der Philosophischen FakultĂ€t der Islamischen UniversitĂ€t Gaza ernannt. 1997 wurde er BĂŒrochef von Scheich Ahmad Yasin, dem geistigen FĂŒhrer der Hamas, und Verbindungsmann der Hamas zur palĂ€stinensischen Autonomiebehörde. Im MĂ€rz 2004 ĂŒberlebte er die Tötung Yasins durch die israelische Armee. Nachdem im folgenden Monat auch Yasins Nachfolger ar-Rantisi liquidiert wurde, beschloss die Hamas, den Namen ihres neuen FĂŒhrers in Gaza geheim zu halten. PalĂ€stinensische Quellen sprechen aber davon, dass Haniyya zusammen mit az-Zahar und Sayyid as-Sayyam eine Dreierspitze bildete. Bei den Wahlen in den palĂ€stinensischen Autonomiegebieten 2006 war er Spitzenkandidat der Hamasliste.

Haniyya war bestrebt, die Hamas in die PalĂ€stinensische Befreiungsorganisation (PLO) einzubinden. Er bemĂŒhte sich um eine Koalitionsregierung mit der Fatah-Bewegung von PalĂ€stinenserprĂ€sident Abbas. Am Abend des 21. Februar 2006 wurde Haniyya von PrĂ€sident Abbas auf Vorschlag der Hamas zum neuen MinisterprĂ€sidenten der PalĂ€stinensergebiete ernannt. Nach ungesicherten Berichten soll Haniyya von Abbas ein Schreiben erhalten haben, in dem die neue hamasgefĂŒhrte Regierung aufgefordert wird, sĂ€mtliche mit Israel getroffenen FriedensvertrĂ€ge und Absprachen einzuhalten. Daraufhin erklĂ€rte Haniyya seine grundsĂ€tzliche Bereitschaft zur Anerkennung Israels fĂŒr den Fall, dass Israel sich auf die Grenzen von 1967 zurĂŒckzöge. Außerdem sollte das RĂŒckkehrrecht fĂŒr palĂ€stinensische FlĂŒchtlinge festgeschrieben werden. Nach heftigen Protesten innerhalb der Hamas relativierte Haniyya seine Äußerungen und sprach anstatt von einer Friedenslösung nur noch von einem dauerhaften Waffenstillstand. Am 29. MĂ€rz 2006 wurde er zum MinisterprĂ€sidenten ernannt und stellte seine Regierung vor.

Um den internationalen Boykott der Hamas-Regierung und das damit verbundene Finanzembargo des Westens zu beenden, verhandelten Hamas und Fatah seit dem Herbst 2006 ĂŒber die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit. Haniyya erklĂ€rte daraufhin seine Bereitschaft zum RĂŒcktritt, falls durch diesen eine Aufhebung der Sanktionen erreicht werden könnte. Als sein Nachfolger war Muhammad Schabir im GesprĂ€ch. Haniyya blieb jedoch bis zum 15. Juni 2007 im Amt. An diesem Tag wurde er von PrĂ€sident Mahmud Abbas entlassen, weil dieser in MinisterprĂ€sident Haniyya den Hauptschuldigen fĂŒr den BĂŒrgerkrieg zwischen der Hamas und der Fatah sah. Abbas ernannte den bisherigen Finanzminister Salam Fayyad zum MinisterprĂ€sidenten einer Notstands-Regierung.

Im Jahr 2007 vermittelte Haniyya die Freilassung des BBC-Journalisten Alan Johnston, der im Gazastreifen entfĂŒhrt worden war.cite-ref-4-4-1[4] Im Jahr 2009 traf sich Haniyya mit dem frĂŒheren US-amerikanischen PrĂ€sidenten Jimmy Carter und besprach mit diesem FriedensplĂ€ne fĂŒr den Nahen Osten.cite-ref-4-4-2[4]

Im August 2009 Ă€ußerte sich Haniyya kompromisslos hinsichtlich der Anerkennung Israels: “Hamas will never recognize the Zionist entity [
] and [will] continue the resistance until liberating the land and the holy sites” (deutsch: „Hamas wird das zionistische Gebilde niemals anerkennen [
] und [wird] den Widerstand fortsetzen, um das Land und die Heiligen StĂ€tten zu befreien“)cite-ref-5[5]. Dagegen erklĂ€rte er im Dezember 2010 im Namen der Hamas, dass seine Organisation einen palĂ€stinensischen Staat in den Grenzen von 1967 akzeptieren wĂŒrde. Zudem wĂŒrde sie ein Referendum ĂŒber ein Friedensabkommen respektieren, sofern die Mehrheit aller PalĂ€stinenser dafĂŒr stimme.cite-ref-6[6]

Anfang Mai 2011 unterschrieb Haniyya gemeinsam mit Mahmud Abbas (Fatah) zur Überraschung vieler ein Versöhnungsabkommen, das eineinhalb Jahre zuvor die Ă€gyptische FĂŒhrung in Auftrag der Arabischen Liga aufgesetzt hatte. Vor allem die Hamas hatte sich gegen eine Unterzeichnung gewehrt. Beide Fraktionen planten vor der Parlamentswahl 2012 eine gemeinsame Übergangsregierung zu bilden. PalĂ€stinensische Politikexperten fĂŒhrten diesen Schritt auf die arabischen AufstĂ€nde seit Beginn des Jahres 2011 zurĂŒck.cite-ref-7[7] Die enge Kooperation von Ismail Haniyya mit Recep Tayyip Erdoğan wurde erstmals 2012 in den Medien thematisiert.cite-ref-8[8]cite-ref-9[9]cite-ref-10[10]cite-ref-11[11] Als Anfang November 2013 die Hamas die Waffenruhe aufkĂŒndigte und Raketen auf israelischem Territorium einschlugen, wurde von Zachi Ha-Negbi, dem Vorsitzenden des Außen- und Verteidigungsausschusses der Knesset, Haniyyas „Eliminierung“ angedroht: Falls die Hamas wieder Selbstmordattentate in Israel begehe, sei der Regierungschef vogelfrei.cite-ref-12[12]

Im Mai 2017 wĂ€hlte die Schura Haniyya, bisher Stellvertreter des Hamas-PolitbĂŒro-Vorsitzenden Chalid Maschal, zum neuen Vorsitzenden ihres politischen BĂŒros, des Schura-Rates der Hamas. Im Dezember 2017 rief Haniyya als Reaktion auf die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels durch US-PrĂ€sident Donald Trump zu einer dritten Intifada auf.cite-ref-13[13] Im Januar 2018 setzten die Vereinigten Staaten Haniyya auf ihre Liste globaler Terroristen.cite-ref-14[14] Seit 2019 hielt er sich in der TĂŒrkei und in Katar auf und steuerte von dort aus die politischen AktivitĂ€ten der Hamas.cite-ref-15[15]cite-ref-16[16]

Im Mai 2024 beantragte der ChefanklĂ€ger des Internationalen Strafgerichtshofs, Karim Khan, einen Haftbefehl gegen Haniyya und warf ihm aufgrund des Terrorangriffs der Hamas auf Israel am 7. Oktober 2023 unter anderem „Ausrottung“ sowie Mord, Geiselnahme, Vergewaltigungen und Folter als Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. HĂ€tte das Gericht dem Antrag entsprochen, so wĂ€re Katar zur Auslieferung Haniyyas verpflichtet gewesen.cite-ref-17[17]cite-ref-18[18] Am 26. MĂ€rz reiste er nach Teheran und bedankte sich bei der iranischen Regierung fĂŒr deren UnterstĂŒtzung.cite-ref-19[19]

Nach dem Terrorangriff bzw. dem Beginn des Kriegs in Israel und Gaza seit 2023 fĂŒhrte Haniyya im Jahr 2024 auf Hamas-Seite die Oberaufsicht ĂŒber die unter Vermittlung der USA, Ägyptens und Katars gefĂŒhrten Waffenstillstands- und Geiselverhandlungen.cite-ref-20[20]cite-ref-21[21] Haniyya wurde diesbezĂŒglich als „wichtigster Verbindungsmann“ zum FĂŒhrer der Hamas Yahya Sinwar beschrieben.cite-ref-4-4-3[4]

Haniyya galt als „verhandlungsbereiter Pragmatiker“ und Vertreter des „vergleichsweise moderaten FlĂŒgels“ der Hamas, obwohl er gleichzeitig hauptverantwortlich fĂŒr die AufrĂŒstung der Hamas war. Israel warf Haniyya vor, Zahlungen fĂŒr humanitĂ€re UnterstĂŒtzung der PalĂ€stinenser an den militĂ€rischen FlĂŒgel der Hamas umgeleitet zu haben. Haniyya bestritt dies. Trotz eines Machtkampfes mit der Fatah wurde Haniyya nachgesagt, gute Beziehungen zu allen Fraktionen in der palĂ€stinensischen Politik unterhalten zu haben.cite-ref-4-4-4[4]

Tod

Am 31. Juli 2024 wurde Haniyya zusammen mit einem seiner LeibwĂ€chter bei einer Explosion in einem GĂ€stehaus der Revolutionsgarden in Teheran getötet.cite-ref-3-22-0[22]cite-ref-23[23]cite-ref-24[24] Der FĂŒhrer des Islamischen Dschihad, Ziyad an-Nachala, befand sich im gleichen GebĂ€ude in einem anderen Stockwerk, aber weder war er ein Ziel noch unter den Toten.cite-ref-25[25] ZunĂ€chst war berichtet worden, das GebĂ€ude, in dem er wohnte, sei um 2 Uhr nachts von einem Marschflugkörper getroffen worden.cite-ref-26[26] Die Hamas und das Korps der Iranischen Revolutionsgarde hatten fĂ€lschlicherweise behauptet, dass Haniyya durch einen israelischen Luftangriff getötet worden sei.cite-ref-0-27-0[27]cite-ref-1-28-0[28]cite-ref-2-29-0[29] Laut Informationen von The New York Times (NYT) war es stattdessen ein lange zuvor platzierter, ferngezĂŒndeter Sprengsatz, der in dem schwer bewachten GebĂ€udekomplex unentdeckt blieb, was zugleich eine blamable SicherheitslĂŒcke bedeute.cite-ref-3-22-1[22] Haniyya hatte in Teheran an der Vereidigungszeremonie des neuen iranischen PrĂ€sidenten Massud Peseschkian teilgenommen und nicht nur Peseschkian getroffen, sondern auch das geistliche Oberhaupt Irans, Ajatollah Ali Chamenei.cite-ref-0-27-1[27]cite-ref-1-28-1[28]cite-ref-2-29-1[29] In einer Stellungnahme vom 3. August 2024 widersprachen die iranischen Behörden diesen Darstellungen und erklĂ€rten nun, Haniyya sei durch ein „Kurzstreckengeschoss“ mit einem etwa 7 kg schweren Sprengkopf getötet worden, das von außerhalb der GĂ€steunterkunft abgefeuert worden sei.cite-ref-30[30]

Westliche Medien brachten den Anschlag mit dem israelischen Auslandsgeheimdienst Mossad in Verbindung.cite-ref-31[31] Mossad-Direktor David Barnea hatte im Januar 2024 vor dem Hintergrund des Krieges in Israel und Gaza gesagt, sein Dienst sei „verpflichtet“, die FĂŒhrer der Hamas zu jagen. Ähnliche israelische AnschlĂ€ge außerhalb des Landes wurden in erster Linie vom Mossad durchgefĂŒhrt.cite-ref-3-22-2[22]cite-ref-32[32]

Zahlreiche LĂ€nder, vor allem arabische Staaten, aber auch die Volksrepublik China, die TĂŒrkei und Russland verurteilten die Tötung. Laut dem Außenminister der USA Antony Blinken waren die USA weder in die Tötung von Ismail Haniyya verwickelt noch hatten sie vorab davon Kenntnis.cite-ref-6-33-0[33]cite-ref-7-34-0[34] US-PrĂ€sident Joe Biden bezeichnete die Tötung Haniyyas als „nicht hilfreich“, um einen Waffenstillstand in der Region zu erwirken.cite-ref-35[35] Ali Chamenei kĂŒndigte Vergeltung gegen Israel an.cite-ref-6-33-1[33]cite-ref-7-34-1[34] In der TĂŒrkei ordnete StaatsprĂ€sident Recep Tayyip Erdoğan einen Tag Staatstrauer fĂŒr Haniyya an.cite-ref-5-36-0[36]

Am 2. August 2024 wurde er in Lusail in Katar bestattet. An der Trauerfeier, die in der Imam-Muhammed-bin-Abdul-Wahhab-Moschee, der grĂ¶ĂŸten des Landes, stattfand, nahmen unter anderem der VizeprĂ€sident der TĂŒrkei, Cevdet Yılmaz, und der tĂŒrkische Außenminister Hakan Fidan teil,cite-ref-37[37] ebenso der Emir von Katar, Scheich Tamim bin Hamad Al Thani. Auch Irans Erster VizeprĂ€sident Mohammad Reza Aref und ranghohe Hamas-Angehörige wie Chalid Maschal waren unter den TrauergĂ€sten.cite-ref-38[38] Israel bekannte sich um den 23. Dezember 2024 erstmals offiziell dazu, Haniyya getötet zu haben.cite-ref-39[39]

Ehe und Familie

Haniyya war verheiratet und hatte dreizehn Kinder.cite-ref-ynet07152014-40-0[40] Haniyyas Schwestern Kholidia, Laila und Sabah sind israelische StaatsbĂŒrgerinnen und leben in der Beduinenstadt Tel Scheva im SĂŒden Israels.cite-ref-tt06022006-41-0[41] Einige der Kinder der drei Schwestern haben in den Israelischen VerteidigungsstreitkrĂ€ften gedient.cite-ref-tt06022006-41-1[41] Anfang 2012 gestatteten die israelischen Behörden Haniyyas Schwester Suhila Abd el-Salam Ahmed Haniyeh und ihrem schwer kranken Ehemann, zu einer dringenden Herzbehandlung zu reisen, die in KrankenhĂ€usern in Gaza nicht durchgefĂŒhrt werden konnte.cite-ref-aa20120808-42-0[42] Nach erfolgreicher Behandlung im Rabin Medical Center in Petah Tikva, Israel, kehrte das Paar nach Gaza zurĂŒck.cite-ref-aa20120808-42-1[42]

Im Oktober 2023, nach dem Terrorangriff der Hamas auf Israel und dem Beginn des Kriegs in Israel und Gaza, wurden 14 Mitglieder seiner Familie bei einem israelischen Luftangriff auf das Haus seiner Familie in Gaza-Stadt getötet, darunter ein Bruder und ein Neffe.cite-ref-43[43] Im November 2023 wurde Berichten zufolge eine Enkelin bei einem israelischen Luftangriff in Gaza-Stadt getötet.cite-ref-44[44] SpĂ€ter im selben Monat wurde sein Ă€ltester Enkel bei einem israelischen Angriff getötet.cite-ref-45[45] Im MĂ€rz 2024 nahm die israelische Polizei in Tel Scheva eine seiner Schwestern wegen des Vorwurfs fest, „Kontakt mit Hamas-Aktivisten unterhalten zu haben“. In einer Polizeimitteilung hieß es, sie identifiziere sich mit einer Terrororganisation und werde der Hetze und UnterstĂŒtzung von TerroranschlĂ€gen in Israel beschuldigt.cite-ref-46[46] Im April 2024 wurden drei seiner Söhne und drei Enkelkinder durch einen israelischen Luftangriff getötet.cite-ref-47[47]cite-ref-48[48] Danach erklĂ€rte er: „Wer glaubt, dass er die Hamas dazu zwingen kann, von ihren Forderungen abzurĂŒcken, wenn er meine Kinder wĂ€hrend der VerhandlungsgesprĂ€che und vor der Einigung auf ein Abkommen ins Visier nimmt, hat Wahnvorstellungen.“cite-ref-5-36-1[36]

Literatur

‱ Martin Doerry, Christoph Schult: „Wir wollen Ruhe und StabilitĂ€t“. In: Der Spiegel. Nr. 24, 2006 (online – Interview mit Ismail Haniyeh).
‱ Ismail Hanija in: Internationales Biographisches Archiv 37/2012 vom 11. September 2012, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar).

Weblinks

Commons

: Ismail Haniyeh

– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Wikinews: Hamas-FĂŒhrer Hanija im Iran getötet

– Nachricht

(Untertitel: Hamas macht Israel verantwortlich).

‱ Profile: Ismail Haniya, Hamas’ political chief, aljazeera.com, 9. Mai 2017 (englisch).
‱ Profile: Hamas PM Ismail Haniya, BBC News, 14. Dezember 2006 (englisch).

Einzelnachweise

cite-note-11. ↑ Verfassungsschutzbericht 2022. (PDF) In: Bundesministerium des Innern und fĂŒr Heimat. 2022, S. 221, abgerufen am 20. Mai 2024 (ISSN: 0177-0357; Artikelnummer: BMI23007).
cite-note-22. ↑ Ralf Balke: Hamas-Chef in Teheran getötet: Wer war Ismail Haniyeh? Die wichtigsten Fragen und Antworten. In: JĂŒdische Allgemeine. 31. Juli 2024, abgerufen am 31. Juli 2024.
cite-note-33. ↑ Zara Riffler: Terrorfinanzierung: Wie die Hamas ihr Geld verschiebt. Die Welt, 17. November 2023, abgerufen am 17. November 2024.
cite-note-4-44. ↑ Marlon Saadi: Nahost: Wer Ismail Haniyyeh war und wofĂŒr er stand. In: spiegel.de. 31. Juli 2024, abgerufen am 2. August 2024.
cite-note-55. ↑ Saed Bannoura: Haniyya: “Hamas will never recognize the Zionist entity”. In: imemc.org. 14. August 2009, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 18. August 2009; abgerufen am 20. Mai 2024 (englisch).
cite-note-66. ↑ Inge GĂŒnther: Sanfte Töne aus dem Gazastreifen. In: Frankfurter Rundschau. 24. Januar 2019, abgerufen am 20. Mai 2024.
cite-note-77. ↑ Clemens Verenkotte: Das Ende von „vier schwarzen Jahren“. In: tagesschau.de. 4. Mai 2011, archiviert vom Original (nicht mehr online verfĂŒgbar) am 7. Mai 2011; abgerufen am 20. Mai 2024.
cite-note-88. ↑ Christoph Sydow: Warum Erdogan die Hamas hofiert. In: Der Spiegel. 4. Januar 2012, abgerufen am 20. Mai 2024.
cite-note-99. ↑ Susanne Knaul: Hamas sucht ein neues Zuhause. In: Die Tageszeitung. 5. Februar 2012, abgerufen am 20. Mai 2024.
cite-note-1010. ↑ Hans-Christian RĂ¶ĂŸler: Schmerzhafte HĂ€utungen. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 21. Februar 2012, abgerufen am 20. Mai 2024.
cite-note-1111. ↑ Kersten Knipp: Katar, die Hamas und der neue Nahe Osten. In: Deutsche Welle. 24. Oktober 2012, abgerufen am 20. Mai 2024.
cite-note-1212. ↑ Israel droht Hanija mit Ermordung. In: Focus Online. 12. November 2013, abgerufen am 20. Mai 2024.
cite-note-1313. ↑ Hamas ruft zu „neuer Intifada“ auf. In: Deutsche Welle. 7. Dezember 2017, abgerufen am 20. Mai 2024.
cite-note-1414. ↑ Pierre Heumann: Trump erklĂ€rt Hamas-Chef zum globalen Terroristen. In: Handelsblatt. 1. Februar 2018, abgerufen am 20. Mai 2024.
cite-note-1515. ↑ Gazastreifen: Hamas bestĂ€tigt ihren Chef Hanija im Amt. In: RedaktionsNetzwerk Deutschland. 2. August 2021, abgerufen am 20. Mai 2024.
cite-note-1616. ↑ Nidal Al-Mughrabi: Haniyeh re-elected as chief of Palestinian Islamist group Hamas. In: Reuters. 1. August 2021, abgerufen am 20. Mai 2024 (englisch).
cite-note-1717. ↑ tagesschau.de: Strafgerichtshof: Haftbefehle gegen Netanyahu und Hamas-Chef beantragt. 20. Mai 2024, abgerufen am 28. Mai 2024.
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cite-note-2121. ↑ Israelis fear for hostages after Hamas chief’s killing. France 24, 31. Juli 2024, abgerufen am 31. Juli 2024 (englisch).
cite-note-3-2222. ↑ Ronen Bergman, Mark Mazzetti, Farnaz Fassihi: Bomb Smuggled Into Tehran Guesthouse Months Ago Killed Hamas Leader. In: The New York Times. 1. August 2024, ISSN 0362-4331 (nytimes.com [abgerufen am 2. August 2024]).
cite-note-2323. ↑ Hamas meldet Tod von PolitbĂŒrochef Ismail Hanija in Teheran. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung. 31. Juli 2024, abgerufen am 31. Juli 2024.
cite-note-2424. ↑ Auch die Jerusalem Post ĂŒbernahm die These „Luftschlag“: Hamas, IRGC claim Israel eliminated leader Ismail Haniyeh in airstrike on Tehran home. 31. Juli 2024, abgerufen am 31. Juli 2024 (englisch).
cite-note-2525. ↑ Islamic Jihad leader Nakhaleh was in the same building as Haniyeh but survived – report. Abgerufen am 18. Juni 2025 (amerikanisches Englisch).
cite-note-2626. ↑ Hamas meldet Tötung ihres AnfĂŒhrers Hanija in Teheran. In: tagesschau.de. 31. Juli 2024, abgerufen am 31. Juli 2024.
cite-note-0-2727. ↑ Emma Graham-Harrison, Quique Kierszenbaum: Hamas leader Ismail Haniyeh killed in raid on Iran residence, says Palestinian group. In: The Guardian. 31. Juli 2024, ISSN 0261-3077 (theguardian.com [abgerufen am 31. Juli 2024]).
cite-note-1-2828. ↑ Isabelle Daniel, Reuters, AFP, AP: PalĂ€stinensische Terrororganisation: Hamas meldet Tod ihres Politchefs Ismail Hanija. In: Die Zeit. 31. Juli 2024, ISSN 0044-2070 (zeit.de [abgerufen am 31. Juli 2024]).
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